Rückenschmerzen: Strategien für ein aktives und gesundes Leben

 

Bist Du es leid, ständig unter Rückenschmerzen zu leiden? In diesem Blogartikel erfährst Du einiges zum Thema Schmerz und Rückenschmerzen, ihren Ursachen und wie wertvoll Chiropraktik sein kann, im Kampf gegen Schmerzen. Zudem verraten wir Dir, wie Du durch Bewegung, die richtige Ernährung und Entspannungstechniken Deine Rückenschmerzen vorbeugen kannst. Damit Du aktiv bleiben und gesund leben kannst – auf dem Weg zu einem schmerzfreien Rücken!

Was ist eigentlich Schmerz?

Wie reagierst Du grundsätzlich auf Schmerzen? Ein verstauchter Knöchel, ein einfacher Papierschnitt im Büro? Der Schmerz, den Du bei einer Magenverstimmung oder vielleicht bei der Periode empfindest – warum fühlt sich das so anders an?

Schmerz ist in unseren Genen als Überlebensmechanismus verankert. Wir leben zwar ein kompliziertes Leben, aber unser Körper hat sich seit der Steinzeit nicht so sehr weiterentwickelt. Es gibt einen unbewussten Teil unseres Gehirns, der auf uns aufpasst, die Umgebung nach Gefahren absucht und uns auf eine Reaktion vorbereitet, falls etwas passiert. Wenn es sich dabei um eine Verletzung durch eine äußere Kraft handelt, dann ist das der scharfe Schmerz, den Du empfindest. Für Dich ein Auslöser, um dieses Körperteil so schnell wie möglich aus der Gefahr zu entfernen.

Der nächste Satz wird Dich möglicherweise herausfordern. Schmerzen gibt es nicht. Wie kann das sein, jeder weiß doch, dass es Schmerz gibt, Du hast ihn im Rücken, in der Schulter, im Kopf gespürt, also was ist damit gemeint?

 

 

Es gibt viele verschiedene Arten von Nerven in Deinem Körper, die jeweils auf eine bestimmte Veränderung einer Sache reagieren. Die obige Abbildung zeigt Dir sechs Beispiele der Vielzahl an Nervenrezeptoren.

 

Es gibt keinen „Schmerznerv“

Es gibt jedoch keinen “Schmerznerv”. Das ist völlig irreführend. Das Verwirrende ist, dass Schmerzen in einen Topf geworfen und als Nozizeptoren bezeichnet werden. Der korrektere Begriff ist Schmerzrezeptoren.

Wenn einer oder mehrere dieser Nerven stimuliert werden, z. B. wenn Du Dir einen Muskel gerissen, den Rücken gezerrt, das Bein gebrochen oder die Hand verbrannt hast, sendet der betreffende Nerv Signale an Dein Gehirn und aktiviert verschiedene Bereiche, damit diese Signale interpretiert werden können. Interpretation ist auch hier das Schlüsselwort, denn es passiert viel mehr als nur das Stimulieren der Nerven.

Dein Gehirn vergleicht diese Botschaften mit ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit, es berücksichtigt, wo Du Dich gerade befindest, in welcher Stimmung Du Dich befindest und ob Du generell gestresst bist. Das Ergebnis all dieser Faktoren ist, dass Du Dir der Verletzung bewusst wirst und Schmerzen empfindest. Der Schmerz ist also zunächst ein Schutzmechanismus und wird dann fast wie ein Gefühl empfunden. Wir neigen dazu, zu versuchen, eine oder beide dieser Reaktionen zu ignorieren oder zu unterdrücken, was definitiv nicht empfehlenswert ist.

Perspektivenwechsel – Schmerz Freund oder Feind?

Keine Frage, mit Schmerzen durch den Tag zu gehen ist eine Belastung. Ganz besonders Rückenschmerzen beeinträchtigen den Alltag enorm. Nicht nur rein körperlich. Wir laden Dich ein, Deine Perspektive zu verändern. Statt den Schmerz als Deinen Feind zu betrachten, könntest Du anfangen, ihn als Freund zu sehen.

Dabei hilft Dir die folgende Information. Die Fähigkeit des Gehirns, Schmerzen zu lokalisieren, ist sehr stark vom Ort abhängt, da wir z.B. an den Händen und im Gesicht sehr empfindlich sind, unser Rücken eher nicht. Auch der Beckenbereich oder die Kiefergelenke sind oft auf der Seite schmerzhaft, die dem Ort der chiropraktischen Subluxation (Fehlstellung) gegenüberliegt. Es ist also gut zu wissen, dass man Schmerzen hat, aber wo, ist weniger relevant.

 

Schmerz ist Dein Freund!

Alles in Deinem Körper ist auf den freien Informationsfluss in Deinem Nervensystem angewiesen. Schmerz gehört zu den weniger erfreulichen Notwendigkeiten im Leben und es ist wichtig, ihn zu erleben, und zwar möglichst ohne Schmerzmittel. Wenn Du Dir eines Problems bewusst wirst, ist das ein Signal, dass Deine angeborene Intelligenz Zeit und Ruhe braucht, um Dir bei der Heilung zu helfen. Eine chiropraktische Behandlung unterstützt genau diesen Prozess in Deinem Körper.

 

Schmerz & Chiropraktik

Jeder der bei uns einen Ersttermin vereinbart, macht eine neue Erfahrung. Denn wir nehmen uns Zeit, den Menschen ganzheitlich zu betrachten. Wir hören zu und wollen den Ursachen der Schmerzen auf den Grund gehen, statt Symptome zu behandeln. Viele unsere Patienten haben leider schon vieles hinter sich. Wir fragen Dich nach Deinem Gesundheitszustand, Beschwerden und Schmerzen, denn das sind nützliche Indikatoren, um zu beurteilen, wie wir Dir am besten helfen können. Schmerzen können so unterschiedlich sein – es gibt gute und schlechte Tage, und ein ähnliches Problem kann bei zwei Menschen völlig unterschiedlich erlebt werden.

 

Ursachen und Risikofaktoren für Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben, die von einer schlechten Haltung über Bewegungsmangel bis hin zu Übergewicht reichen. Hinzu kommen Traumen durch schwierige Geburt oder Unfälle, die noch im zentralen Nervensystem gespeichert sind. Auch psychische Belastungen und Stress können sich negativ auf den Rücken auswirken. Genau hier kann eine chiropraktische Behandlung großartiges bewirken.

Vor allem lange Stunden im Sitzen oder falsche Hebe- und Tragetechniken können zu Verspannungen führen. Ein untrainierter Rücken ist anfälliger für Schmerzen, da die Muskulatur nicht ausreichend gestärkt ist, um die Wirbelsäule zu unterstützen. Es ist wichtig, diese Risikofaktoren zu erkennen und gezielt entgegenzuwirken, um langfristig einen gesunden und schmerzfreien Rücken zu erhalten.

Prävention von Rückenschmerzen

Bewegung ist der Schlüssel zur Prävention von Rückenschmerzen. Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur im Rücken und verbessert die Haltung, was wiederum das Risiko von Schmerzen reduziert. Dauerhaftes Sitzen ist der Killer für Deinen Rücken. Mach also immer wieder Bewegungspausen. Ein Mix aus Ausdauer-, Kräftigungs- und Dehnübungen kann helfen, die Wirbelsäule zu entlasten und Verspannungen vorzubeugen. Besonders effektiv sind Übungen wie Schwimmen, Yoga oder Pilates, die gezielt auf den Rücken abzielen und gleichzeitig für Entspannung sorgen. Darüber hinaus fördert Bewegung die Durchblutung und versorgt die Bandscheiben mit wichtigen Nährstoffen. Vermeide stark verarbeitete Lebensmittel und übermäßigen Zucker, die Entzündungen fördern können. Trinke ausreichend Wasser, um deine Bandscheiben gut zu hydrieren und sie elastisch zu halten.

 

Entspannungstechniken nutzen

Nutze bewusst Momente der Ruhe und Entspannung, um Deinem Rücken etwas Gutes zu tun. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können Stress abbauen und damit auch Rückenschmerzen reduzieren. Denn ein entspannter Geist und ein entspannter Körper gehen Hand in Hand, wenn es darum geht, Rückenschmerzen den Kampf anzusagen. Dazu gehört auch, achtsam zu sein, was Du an Medien konsumierst (Nachrichten, Videos, Bilder). Denn sie können emotionalen Stress in Dir auslösen, Ängste erzeugen. Hör Dir dazu gern ein Video von uns an, um Zusammenhänge noch besser zu verstehen. Gönn Dir auf alle Fälle öfter diese kleinen Auszeiten für Dich und Deinen Rücken – Du wirst die positiven Effekte schnell spüren!

 

Tipps für einen rückenschonenden Alltag

  • Gestalte Deinen Alltag rückenschonend, z.B. durch ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und sorge für eine gute Haltung beim Sitzen.
  • Achte darauf, schwere Lasten richtig zu heben, indem Du in die Knie gehst und den Rücken gerade hältst.
  • Vermeide langes Sitzen und bewege Dich regelmäßig, um Deine Muskeln zu stärken und Verspannungen zu lösen.
  • Achte auf ausreichend Schlaf, Entspannung und Wasser für Deinen Körper.
  • Ernähre Dich gesund und ausgewogen.
  • Mit kleinen Änderungen im Alltag kannst Du aktiv dazu beitragen, dass Dein Rücken stark und schmerzfrei bleibt. Bleibe dran und investiere in Deine Gesundheit – Dein Körper wird es Dir danken!

Fazit:

Es ist nie zu spät, um mit einem aktiven Lebensstil zu beginnen und Deinem Rücken etwas Gutes zu tun. Also raus aus dem Sessel und rein in die Bewegung – Dein Körper wird es Dir danken!

 

 

 

Wir wünschen Dir ein vitales und gesundes Leben und freuen uns, wenn Dir unsere Tipps dienlich sind. Solltest Du mehr über vitalistische Chiropraktik  wissen wollen, dann schreib uns.

Das Chirolounge-Team München