Gehirnentwicklung und frühkindliche Reflexe

von | Dez 13, 2022 | Chiropraktik, Gehirn | 0 Kommentare

Die gesunde Gehirnentwicklung hat aus chiropraktischer Sicht viel mit der optimalen Haltung und Kommunikation des Gehirns mit der Wirbelsäule zu tun. Aber auch mit den frühkindlichen Reflexen, die noch nicht integriert sind. Wir sehen den Menschen immer ganzheitlich und ergründen auch die Ursachen für bestimmte Symptome. Als Familienpraxis sehen wir auch viele Schwangere, Babys, Kinder und Jugendliche. Die Geschichten, die sie mitbringen, ähneln sich manchmal in gewissen Erfahrungen bei Schwangerschaft, Geburt oder erstem Lebensjahr.

Es kam zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben Stress ins Körper-Energiesystem und manifestierte sich im Körper. Bei der Erstuntersuchung stellen wir fest, wo sich der meiste Stress abgesetzt hat. Aus der jahrelangen Erfahrung wissen wir, wenn es sich lohnt, noch tiefer zu schauen. Denn die primitiven oder frühkindlichen Reflexe sind oftmals die Ursache, wenn die chiropraktische Behandlung nicht weiter voranschreiten kann.

 

Was sind frühkindliche Reflexe

 

Die frühkindlichen Reflexe sind unsere ersten Bewegungen, sie werden durch äußere Reize ausgelöst und laufen unwillkürlich und automatisch immer gleich ab.

 

Sie entstehen bereits im Mutterleib, unterstützen den Geburtsvorgang, und sind für den Aufbau, die Verknüpfung und Isolierung der Nervenbahnen zuständig. Dadurch wird die Muskulatur aufgebaut und der Aufrichtungsprozess unterstützt.

 

Im Zuge dessen werden ebenfalls das Sehen, Hören, Fühlen, Denken, Handeln, Gleichgewicht, die Kooperation und Wahrnehmung geschult. Die Reflexe sollten spätestens nach dreieinhalb Jahren integriert sein. Für eine optimale Gehirnentwicklung und Potentialentfaltung sollten alle frühkindlichen Reflexe entstresst sein.

Es gibt zahlreiche Ursachen dafür, dass ein Reflex nicht integriert wird: vorgeburtliche Stress-Situationen wie z.B. Unfälle, Infektionen oder Stress während der Geburt wie z.B. ein Kaiserschnitt, eine Frühgeburt oder Zangengeburt.

 

Auch danach können Traumata jeglicher Art dafür verantwortlich sein, dass ein Reflex, der schon integriert war, wie eine Sicherung wieder „rausfliegt”. Das passiert nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen.

 

Zusammenhang Justierung und Reflexe

 

30 % aller Erwachsenen laufen mit nicht integrierten Reflexen durchs Leben. Diese Reflexe können auch ein Grund sein, warum sich ein gewisses Haltungsmuster schwer auflösen lassen. Das ist besonders zu beobachten bei sehr schreckhaften Menschen.

 

Deren Gehirn sich dauernd in einem Fight-off-Flight Zustand befindet. Entspannung ist erschwert möglich, was dazu führt, dass der Sympathikus über aktiviert wird: Das führt zu einer Reihe von Folgeerscheinungen wie Z. B. Bluthochdruck, hoher Puls, Anspannung, Nervosität.

Vor allem Muskelverspannungen am Nacken und am oberen Rücken, die quasi lange brauchen und sich nicht wirklich auflösen lassen, lassen auf einen Zusammenhang mit einem nicht integrierten Reflex vermuten, der das nicht ermöglicht.

 

Des Weiteren gilt natürlich, dass unser Gehirn ständig damit beschäftigt ist auszuloten, ob eine Situation bedrohlich ist. Es geht immer um die primäre Entscheidung: Gefahr oder nicht. Auf Dauer ist das natürlich nicht gesund, weder für Körper noch dein Gehirn. Wenn du wissen willst, wie du dein Gehirn fit halten kannst, lese gern unsere 4 Tipps dazu.

 

Um diesen Prozess optimal ausführen zu können, braucht unser Gehirn nicht nur den Eindruck von unseren Sinnesorganen, sondern auch das Messorgan die Wirbelsäule, um eine adäquate Wahrnehmung aus der Umwelt möglich zu machen. Und wenn diese Wahrnehmung durch Subluxationen blockiert ist, kann unser Gehirn auch schwieriger den Entscheidungsprozess ausführen. Damit landet das Zentrale Nervensystem immer wieder im Stressmodus und der Kontraktion.

 

 

 Wie äußerst sich Stress mit frühkindlichen Reflexen

 

 

Beispiele bei Erwachsenen

  • Umgang mit Kritik
  • ständige Anspannung
  • Konzentrationsschwäche
  • Ängste
  • Gefühl mit angezogener Handbremse zu leben

 

Beispiele bei Kindern

  • mangelnde Impulskontrolle
  • Schul- und Verhaltensthemen
  • Ängste
  • Konzentrationsschwäche
  • Bettnässen nach 5. Lebensjahr

 

Anhand der Beispiele bei Kindern, ist ein Check der frühkindlichen Reflexe wertvoll. Denn damit ersparen sich Familien oft viel Ärger und Frust bei Themen in der Schule. Welche Auffälligkeiten noch damit zusammenhängen können und welche Unterstützung begleitend zu Chiropraktik helfen kann, erfährst du hier.

Hier findest du eine Übersicht zu Reflexen und ihren Bedeutungen.

 

Da die natürlichen Geburten weiter zurückgehen, ist es aus unsere Sicht kein Wunder, dass viele Menschen unter gewissen Stress, der durch noch nicht integrierte frühkindliche Reflexe verursacht wird, leiden. Die wenigsten wissen allerdings überhaupt, dass es auch daran liegen könnte. Und wie so oft entstehen Kettenreaktionen in unserem Körper.

Gewisse Reflexe verursachen eine bestimmte Fehlhaltung im Körper. Der Flucht-Lähmungsreflex zum Beispiel begünstigt X-Beine und hochgezogene Schultern. Menschen die ständig den Drang haben, die Arme und Beine zu überkreuzen, haben noch einen aktiven Moro Reflex.

 

Solltest du mehr dazu wissen wollen, dann schreib uns oder sprich uns gern bei deinem nächsten Besuch an.

 

 

Das Chirolounge-Team München

 

Schwangere und Chiropraktik

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